Idee und Projektleitung: Renate Heitmann. Inszenierung: Michael
Vogel/Claudius Bensch. Komposition und Musikalische Leitung: Willy Daum.
Kostüme: Uschi Leinhäuser/Heike Neugebauer. Lichtdesign/Technische
Leitung: Stefanie Meier. Choreografie: Christine Stehno Mit: Pauline
Boeykens (Tuba), Willy Daum (Multi-Instrumentalist), Christoph Engels
(Clown, Pantomime, Jongleur), Julia Und Ele Janke (Elja Trapez), Andréane
Lecclerc (Schlangenmensch), Martin Kratzsch (Klarinetten), Jana Mishenina
(Violine), Benjamin Reber (Seiltanz), Duo Tr’escape
(Diabolojonglage), Silea (Seiltanz), Stefan Sing (Jonlage), Tobias Wegner
(Trampolin), Gregor Wollny (Pantomime).
So manche Erkenntnis der Quantenphysik erscheint verrückt, nicht ganz
normal oder schlicht unmöglich. Etwas, das auch auf den Zirkus zutrifft:
In der Arena überschreiten Artisten scheinbar die Grenzen des Machbaren
und Alltäglichen. Die bremer shakespeare company (bsc) nimmt ihre Gäste
mit auf eine Reise ins Unglaubliche und Ungeahnte: Im “Circus
Quantenschaum - Reise ins Ungewusste”, einem Projekt im Rahmen von
“Stadt der Wissenschaft”, wird Forschung zur Poesie.
Was wissen Sie über Quantenphysik? Nur so viel, dass alles relativ ist?
Der “Circus Quantenschaum” verführt seine Zuschauer zum Spiel
mit den physikalischen Prinzipien. Unter dem Zirkusdach beweisen Jongleure
auf dem Hochrad, Künstlerinnen am Trapez, schwebende Akrobaten,
Schauspieler und Musiker, dass die Zeit rast und zugleich stillsteht und
die Welt irrational und doch vollkommen verständlich ist. Am Ende werden
die Zuschauer feststellen: Unmöglich ist gar nichts. Alles ist eine Frage
der Wahrnehmung und des Denkens. Und: Es gibt mehr Fragen als Antworten.
Das Wahrscheinliche ist nicht unbedingt auch wahr.
Die Physik versucht die Phänomene und Gesetze der Natur
wissenschaftlich zu erklären, die Artisten des Circus Quantenschaum
verwandeln die physikalischen Metaphern in circensische Formen.
Muster, Rhythmen, Vielfältigkeiten, Paradoxa, Wandlungen, Ströme,
Wechselströme, Unregelmäßigkeiten, Irrationalitäten, Genialitäten,
Gelenke, Dreh- und Angelpunkte.Was bedeutet die Trennung der Dinge, wenn
zwischen ihnen ein Strom fließt?
Fallen, ahnen, fliegen, schauen, springen, schweben, jonglieren: die
Figuren, Artisten und Musiker des Circus Quantenschaum zeigen eine
irrationale und doch vollkommen verständliche Welt, wo die Zeit rast und
stillsteht; die Figuren sich verlieren und wiederfinden, wo der Raum sich
dehnt und wieder zusammenzieht.